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20 Jahre Gleichstellungsgesetz in der EKHN

Anlässlich des Jubiläums hielt Carmen Prasse vom Stabsbereich Chancengleichheit eine Rede auf der Herbstsynode 2017. Sie würdigte die Arbeit all der Frauen, die sich seit 1987 bis zur Verabschiedung des ersten Kirchengesetzes zur Gleichstellung von Mann und Frau engagiert und mutig für die gleichen Rechte von Männern und Frauen eingesetzt haben. Das erste Kirchengesetz zur Gleichstellung, das 1997 beschlossen wurde, war ein Meilenstein für die Gleichstellung von Männern und Frauen. Inzwischen wurde das Gesetz mehrmals novelliert und es wurde daraus das Chancengleichheitsgesetz, auf dessen Grundlage der Stabsbereich Chancengleichheit heute arbeitet. Ein weiterer Meilenstein war die Verabschiedung der Verordnung zur geschlechtergerechten Besetzung von Gremien.

Rede von Carmen Prasse: Redebeitrag Herbstsynode 2017

Der Stabsbereich Chancengleichheit und der Präses der EKHN-Synode, Herr Dr. Ulrich Oelschläger, luden anlässlich des Jubiläums alle Wegbereiter*innen und –begleiter*innen und die Synodalen zu einer Abendveranstaltung in die Heiliggeistkirche ein.

Unter dem Motto Oldies but goldies präsentierten die Brüderinnen, Frau Landeskirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum (Gesang) und Herr Stadtkirchenkantor Christian Roß (Klavier), ein stimmungsvolles Musikkabarett. Das Programm wurde schon vor ca. 20 Jahren geschrieben, war aber keineswegs veraltet. Es zeigte sich, dass viele Aussagen nach wie vor Gültigkeit haben.

Fazit: Es ist noch viel zu tun bis zur vollkommen Gleichstellung von Frauen und Männern. Gerade in einer Zeit, in der rechte Bewegungen und Parteien Antifeminismus und Anti-Gender Kampagnen starten, an überkommenen Geschlechterrollen festhalten wollen und Emanzipation und Gleichberechtigung im Kern ablehnen, ist es wichtiger denn je, einzutreten für die Chancengleichheit aller Menschen und ein gleichberechtigtes Leben in Vielfalt.

Lydia Förster

Gleichstellungsatlas

Der Atlas zur Gleichstellungsatlas , der am 8. März 2015 erschienen ist, gibt einen Überblick über die Gleichstellung von Männern und Frauen in der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Herausgegeben wurde der Atlas vom Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie in Kooperation mit der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Landeskirchen der EKD.

1989 fasste die Synode in Bad Krotzingen den Beschluss eine ausgewogene Repräsentanz von Männern und Frauen in kirchlichen Gremien anzustreben. Im November 2014 stellte Frau Dr. Simone Mantei vom Studienzentrum für Genderfragen aus Anlass des 25- jährigen Bestehens dieser Beschlüsse die Ergebnisse des Gleichstellungsatlasses der EKD Synode in Leipzig vor.

Neben Daten zur Verteilung der Leitungsämter wurden auch Zahlen zum kirchlichen Leben erhoben. Der Atlas enthält auch Informationen über die konkrete Verteilung von Männern und Frauen bei den Beschäftigten in Kirche und Diakonie.

Der Atlas stellt allerdings nur eine Datengrundlage dar. Die Ergebnisse können jetzt in den einzelnen Landeskirchen genutzt und diskutiert werden. Sie müssen interpretiert werden und es mussen kirchenpolitische Schlüsse daraus gezogen werden. Wir als Stabsbereich Chancengleichheit werden diesen Prozess in der EKHN begleiten und unterstützen.

Für die EKHN hat der Stabsbereich Chancengleichheit in Zusammenarbeit mit dem Referat Sozialforschung eine kleine Broschüre zusammengestellt die Zahlenmaterial enthält zu Männer- und Frauenanteilen an Leitungsfunktionen, Ämtern und Gremien der EKHN.

Hier können Sie die Broschüre abrufen: EKHN in Zahlen Stand 2015: Flyerneu . Ein aktueller Flyer ist in Arbeit. Hier vorab die Zusammensetzung der neuen Synode und die Zahlen der Synodenmitglieder aus den Propsteien: Synode 2016-2022 Männer+Frauen aus Propstei