Schlagwort-Archiv: Gleichstellung

Volksabstimmung über die vom hessischen Landtag am 24. Mai 2018 beschlossenen 15 Gesetze zur Änderung der Verfassung des Landes Hessen

Unter anderem soll die Gleichberechtigung von Mann und Frau explizit in die Verfassung aufgenommen werden. Ziel der Änderung soll sein, die Durchsetzung der Gleichberechtigung zu fördern und bestehende Nachteile abzubauen. Dabei soll nicht nur der Abbau rechtlicher Ungleichheit stattfinden, sondern auch der Abbau gesellschaftlicher Diskriminierung insgesamt wird als Ziel dieser Verfassungsänderung genannt.

Im Artikel 1 Absatz 1 der hessischen Verfassung heißt es:

Alle Menschen sind vor dem Gesetze gleich, ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse, der religiösen und der politischen Überzeugung.

Unter Absatz 2 soll nun ergänzt werden:

Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Weitere Punkte der Verfassungsänderung sind u.a.:

Bei der Volksabstimmung haben Sie die Möglichkeit über alle 15 Änderungen im Gesamten abzustimmen oder jeder Änderung einzeln zuzustimmen. Informieren Sie sich über die einzelnen Änderungen vorab (sie können z.B. die oben genannten Punkte anklicken).

Hier der Musterbogen: Stimmzettel Volksabstimmung Hessen 2018 web 1

Nähere Informationen erhalten Sie unter: https://Wahlen.hessen.de

Wenn Sie nicht „en bloc“ abstimmen:

Ist, aus Sicht der Chancengleichheit, die Zustimmung zur Ergänzung des § 1 zur Stärkung und Förderung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen wichtig!

 

 

 

20 Jahre Gleichstellungsgesetz in der EKHN

Anlässlich des Jubiläums hielt Carmen Prasse vom Stabsbereich Chancengleichheit eine Rede auf der Herbstsynode 2017. Sie würdigte die Arbeit all der Frauen, die sich seit 1987 bis zur Verabschiedung des ersten Kirchengesetzes zur Gleichstellung von Mann und Frau engagiert und mutig für die gleichen Rechte von Männern und Frauen eingesetzt haben. Das erste Kirchengesetz zur Gleichstellung, das 1997 beschlossen wurde, war ein Meilenstein für die Gleichstellung von Männern und Frauen. Inzwischen wurde das Gesetz mehrmals novelliert und es wurde daraus das Chancengleichheitsgesetz, auf dessen Grundlage der Stabsbereich Chancengleichheit heute arbeitet. Ein weiterer Meilenstein war die Verabschiedung der Verordnung zur geschlechtergerechten Besetzung von Gremien.

Rede von Carmen Prasse: Redebeitrag Herbstsynode 2017
Artikel der Ev. Sonntagszeitung hierzu: Ev. Sonntagszeitung Nr. 50.10.12.2017

Der Stabsbereich Chancengleichheit und der Präses der EKHN-Synode, Herr Dr. Ulrich Oelschläger, luden anlässlich des Jubiläums alle Wegbereiter*innen und –begleiter*innen und die Synodalen zu einer Abendveranstaltung in die Heiliggeistkirche ein.

Unter dem Motto Oldies but goldies präsentierten die Brüderinnen, Frau Landeskirchenmusikdirektorin Christa Kirschbaum (Gesang) und Herr Stadtkirchenkantor Christian Roß (Klavier), ein stimmungsvolles Musikkabarett. Das Programm wurde schon vor ca. 20 Jahren geschrieben, war aber keineswegs veraltet. Es zeigte sich, dass viele Aussagen nach wie vor Gültigkeit haben.

Fazit: Es ist noch viel zu tun bis zur vollkommen Gleichstellung von Frauen und Männern. Gerade in einer Zeit, in der rechte Bewegungen und Parteien Antifeminismus und Anti-Gender Kampagnen starten, an überkommenen Geschlechterrollen festhalten wollen und Emanzipation und Gleichberechtigung im Kern ablehnen, ist es wichtiger denn je, einzutreten für die Chancengleichheit aller Menschen und ein gleichberechtigtes Leben in Vielfalt.

Lydia Förster

Gleichstellungsatlas

Der Atlas zur Gleichstellungsatlas , der am 8. März 2015 erschienen ist, gibt einen Überblick über die Gleichstellung von Männern und Frauen in der evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Herausgegeben wurde der Atlas vom Studienzentrum der EKD für Genderfragen in Kirche und Theologie in Kooperation mit der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Landeskirchen der EKD.

1989 fasste die Synode in Bad Krotzingen den Beschluss eine ausgewogene Repräsentanz von Männern und Frauen in kirchlichen Gremien anzustreben. Im November 2014 stellte Frau Dr. Simone Mantei vom Studienzentrum für Genderfragen aus Anlass des 25- jährigen Bestehens dieser Beschlüsse die Ergebnisse des Gleichstellungsatlasses der EKD Synode in Leipzig vor.

Neben Daten zur Verteilung der Leitungsämter wurden auch Zahlen zum kirchlichen Leben erhoben. Der Atlas enthält auch Informationen über die konkrete Verteilung von Männern und Frauen bei den Beschäftigten in Kirche und Diakonie.

Der Atlas stellt allerdings nur eine Datengrundlage dar. Die Ergebnisse können jetzt in den einzelnen Landeskirchen genutzt und diskutiert werden. Sie müssen interpretiert werden und es mussen kirchenpolitische Schlüsse daraus gezogen werden. Wir als Stabsbereich Chancengleichheit werden diesen Prozess in der EKHN begleiten und unterstützen.

Für die EKHN hat der Stabsbereich Chancengleichheit in Zusammenarbeit mit dem Referat Sozialforschung eine kleine Broschüre zusammengestellt die Zahlenmaterial enthält zu Männer- und Frauenanteilen an Leitungsfunktionen, Ämtern und Gremien der EKHN.

Hier können Sie die Broschüre abrufen: EKHN in Zahlen Stand 2015: Flyerneu . Ein aktueller Flyer ist in Arbeit. Hier vorab die Zusammensetzung der neuen Synode und die Zahlen der Synodenmitglieder aus den Propsteien: Synode 2016-2022 Männer+Frauen aus Propstei