Kategorie-Archiv: Patientenverfügung – Betreuungsverfügung usw.

Patientenverfügung – Betreuungsverfügung – Vorsorgevollmacht

Patientenverfügung

Mit der gesetzlich geregelten Patientenverfügung können Sie für den Fall der späteren Entscheidungsunfähigkeit vorab schriftlich festlegen, ob Sie in bestimmte medizinische Maßnahmen einwilligen oder sie untersagen. Die Patientenverfügung ist für den Arzt und die Ärztin bzw. das Krankenhaus bindend. Es empfiehlt sich, evtl. einen Arzt/eine Ärztin des Vertrauens bei der Verfassung der Verfügung hinzuzuziehen. Eine Patientenverfügung kann jederzeit widerrufen oder geändert werden. Sie sollte 3 Kategorien berücksichtigen: Untersuchungen, Heilbehandlungen, ärztliche Eingriffe. Für die Patientenverfügung gibt es Vordrucke, die verwendet werden können z.B. von der „Ärztekammer Hamburg“ u.s.w. Auf der Homepage der Bundeszentrale für Patientenverfügung finden Sie weitere Erläuterungen und Formulare: http://www.patientenverfuegung.de . Die Verfügung braucht nicht handschriftlich vorzuliegen, es muss allerdings eine Originalunterschrift unter dem Schreiben stehen. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht not wendig. Die Patientenverfügung sollte evtl. an verschiedenen Orten und an verschiedene Personen zur Aufbewahrung gegeben werden. Außerdem empfiehlt es sich, ein Exemplar bei sich zu tragen. Die Patientenverfügung sollte nach dem 1.9.2009 ausgestellt sein, da seit diesem Zeitpunkt der §1901 und 1901.a in Kraft getreten ist.

Betreuungsverfügung

Mit der Betreuungsverfügung können Sie schon im Voraus festlegen, wen das Gericht als rechtlichen Betreuer oder rechtliche Betreuerin bestellen soll. Das Gericht ist an diese Wahl gebunden, wenn sie dem Wohl der zu betreuenden Person nicht zuwiderläuft. Möglich sind auch inhaltliche Vorgaben für den Betreuer bzw. die Betreuerin, etwa welche Wünsche und Gewohnheiten respektiert werden sollen oder ob im Pflegefall eine Betreuung zu Hause oder im Pflegeheim gewünscht wird. Die Betreuungsverfügung kann auch mit einer Vorsorgevollmacht verbunden werden. Umfassende Informationen zu allen drei Verfügungs- und Vollmachtarten finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz. Dort können Sie sich entsprechende Broschüren herunterladen. http://www.Themen/VorsorgeUndPatientenrechte/Betreuungsrecht_node.html

Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht können Sie einer anderen Person das Recht einräumen, in ihrem Namen stellvertretend zu handeln. Die Vorsorgevollmacht kann sich auf die Wahrnehmung einzelner oder aber aller Angelegenheiten beziehen. Sie können vereinbaren, dass von der Vorsorgevollmacht erst Gebrauch gemacht werden darf, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, über ihre Angelegenheiten zu entscheiden.

Generalvollmacht

Die Generalvollmacht ist eine umfassende Vollmacht für alle Stellvertretungen im rechtlichen Rahmen. Wenn Sie dieses Dokument besitzen, können Sie den/die Vollmachtgeber_in in allen seinen/ihren rechtlichen Geschäften vertreten. Der/die Vollmachtgeber_in muss bei der Erteilung vollumfänglich geschäftsfähig sein. Die Vollmacht gilt mit dem Abschluss der Vereinbarung.

Eine Broschüre des Landes Hessen mit Formblättern und Erklärungen können Sie bestellen unter : http://betreuungsrecht.hessen.de/