Kategorie-Archiv: Themen

Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche

In Deutschland leben aktuellen Schätzungen zufolge mehr als 1000.000 transsexuelle Menschen. Wie geht Kirche damit um? Christen und Christinnen haben den Auftrag, besonders für diejenigen da zu sein, die an den Rand gedrängt werden. Aber gibt es in Kirche und Gemeinde wirklich Zuwendung und Akzeptanz transsexuellen Menschen gegenüber?

Die Fachgruppe Gendergerechtigkeit der EKHN hat eine Broschüre zum Thema Transsexualität in der Kirche herausgegeben.

Die Broschüre enthält viele persönliche Erfahrungsberichte. Die Erfahrungen werden in den Zusammenhang von Informationen über wissenschaftliche Erkenntnisse gestellt. Theologische, rechtliche und praktische Fragen werden erörtert.

Die Handreichung soll informieren und viele gute Diskussionen zum Thema Transsexualität in Kirche und Gesellschaft anregen.

Kirchenpräsident Volker Jung hat das Vorwort geschrieben, es endet mit dem Satz:

„Möge diese Handreichung vor allem dazu beitragen, dass transsexuelle Menschen sagen können: Ich bin gern in meiner Kirche.“

Hier die Handreichung: Transsexualitaet_Handreichung_EKHN_2018_web

Die Handreichung kann bei uns bestellt werden.

Neue Lebenssituation? – Informationstool zu Leistungen

Sie erwarten Zuwachs? Sie haben sich getrennt? Bei einem Elternteil hat sich das Einkommen verändert usw.

Es gibt ein neues Informationsangebot des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit wenigen Klicks können Sie erfahren auf welche Familienleistungen Ihre individuelle Familie Anspruch hat. Dabei geht es z.B: um Mutterschaftsgeld, Elterngeld, Pflegeunterstützung, Unterhaltsvorschuss und vieles mehr.

Infotool

 

Reformatorinnen? Und ob!

Das ist der Titel einer Ausstellung. Vier historische Frauen aus unserer Region werden vorgestellt.

Der Beitrag dieser Frauen zur großen Bewegung des 16. Jahrhunderts, aus der die Protestantischen Kirchen hervorgingen, war sehr vielfältig.

Reformatorinnen waren Schriftstellerinnen, Liedermacherinnen, Pfarrerinnen, Predigerinnen und Herrscherinnen. Auch durch diese Vielfalt erklärt sich die schnelle Ausbreitung und der große Erfolg der neuen Gedanken in großen Teilen Europas.

Vier Frauen werden in der Ausstellung vorgestellt:

  • Elisabeth von Hessen (von Rochlitz), die als Geheimagentin für den Schmalkaldischen Bund agierte.
  • Barbara von Wertheim, die entschlossen und selbständig die Reformation in der Grafschaft Wertheim eingeführt.
  • Katharina von Bora, die theologische Gesprächspartnerin Ihres Ehemanns Martin Luther war und es zudem als Unternehmerin ermöglichte, dass er zu hunderten von Gästen und Schülern sprechen konnte.
  • Katharina schütz-Zell, die theologische Schriften verfasste und selber predigte.

Es war ein langer Weg von ihnen bis in unsere heutige Zeit, in der Pfarrerinnen und Bischöfinnen selbstverständlich sind. An sein Ziel gekommen ist dieser Weg allerdings noch nicht.

Kombiniert werden kann die Ausstellung mit der G-Code Ausstellung „G-Code – 5 × 3 Minuten Reformation zum Hören“.

Hierzu die Pressemitteilung:

„Martin Luther hat Kopfhörer au seinen Ohren, Katharina von Bora hält einen QR-Code in der Hand. Wenn Sie den Code mit ihrem Smartphone scannen, hören Sie kurze Beiträge mit reformatorischen Impulsen zum Thema Gleichstellung. Ein Hörbeitrag z.B. trägt den Titel: „Freiheit eines Christenmenschen“. Das ist eine Hörstation, bei der es um das Thema Reformation und Demokratie geht. Andere Stationen heißen „ das Weib schweige in der Gemeinde?“ – zum Thema Frauen im Pfarramt oder „ Herrlich ist dämlich“ – zur Gleichstellung in der Sprache. In fünf Audios diskutieren Katharina von Bora und Martin Luther – als fiktive Personen – über verschiedene Themen und manchmal meldet sich auch Gott zu Wort. Die Audios sind pointiert und humorvoll. Außerdem kommen prominente Persönlichkeiten wie u.a. der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Präses der EKvW Annette Kurschus zu Wort. Der Begriff „G-Code“ steht für Gender-Code, also für den geschlechtersensiblen Blick.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Konferenz der Frauenreferat und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD.“

Die Ausstellung ist vom 10.05. – 30.06. im Dekanat Darmstadt-Stadt vom 03.07. -31.08. in der Kirchenverwaltung der EKHN und vom 27.11. -10.12. in der Stadtkirche zusehen.

Wer die kompletten Ausstellung oder die G-Code Ausstellung „G-Code“ ausleihen möchte, um den reformatorischen Hörweg in seiner/ihrer Gemeinde oder Einrichtung zu präsentieren, kann sich an den Stabsbereich Chancengleichheit wenden. Die Ausstellung kann vom 1. September bis zum 26. November und ab dem 10. Dezember ausgeliehen werden.

Möchten Sie vorab mal rein hören? Das können Sie unter www.g-code.de