Kategorie-Archiv: Aktuelles

Jetzt online: Frauenbewegung in der EKHN

Frauen bewegen Kirche – jetzt erstmalig online

Mit eindrucksvollen Texten, Bildern, Videos, Interviews und Zeitdokumenten informiert die Seite

www.ekhn.de/frauenbewegung

über die Geschichte der Frauenbewegung in der EKHN. Viele Errungenschaften, die uns heute völlig selbstverständlich erscheinen, wurden erst durch das Engagement vieler mutiger Frauen und einiger Männer möglich, die sich für Chancengleichheit, Frieden und Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung eingesetzt haben.

Kurz gefasste Informationen über die Meilensteine der Frauenbewegung in der EKHN finden Sie auch im Flyer_Frauenbewegung.

37. Pfarrerinnentag in der EKHN

Zum Thema

„Den Denkrahmen sprengen! …und die Dualismen hinter uns lassen: von Mann und Frau, rechts und links, Familie und Alleinsein. Es gibt so viele Lebensentwürfe, wie es Menschen gibt.“

findet am 20. März 2019 der 37. Pfarrerinnentag in Frankfurt statt.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer:

Einladungsflyer2019-final

Die Einladung richtet sich nicht nur an Pfarrerinnen, der Pfarrerinnentag ist offen für alle.

So kam die Frauengeschichte der hessen-nassauischen Kirche ins Internet

Artikel von Antje Schrupp (evangelischesFrankfurt.de) 22. August 2018

Die früheren Frankfurter Pfarrerinnen Ute Knie und Helga Engler-Heidle haben dafür gesorgt, dass die Geschichte der Frauenbewegung in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) dokumentiert wird. Inzwischen gibt es bereits mehrere Wikipedia-Artikel und zahlreiche Portraits, Interviews und Dokumente auf der Webseite der Landeskirche.

Helga Engler-Heidle (links) und Ute Knie beim Planen und Diskutieren: Mit ihrer Initiative haben sie dafür gesorgt, dass die Geschichte der Frauenbewegung in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau dokumentiert wurde. | Foto: Antje Schrupp

Was nicht auf Wikipedia steht, das ist auch nicht passiert: Diese Behauptung ist zwar offensichtlich falsch, enthält aber durchaus ein Körnchen Wahrheit. Viele Menschen informieren sich heute erst einmal auf der Internetseite des größten kollaborativen Lexikons der Welt, wenn sie etwas wissen wollen. Continue reading

Die richtige Person am richtigen Platz! Bewerbungsverfahren gestalten

Sie möchten gut qualifiziertes Personal finden? Professionell gestaltete Bewerbungsverfahren sind dafür eine wichtige Voraussetzung. Transparent und fair gestaltete Verfahren fördern zudem die Chancengerechtigkeit in der Kirche.

Gerade Ehrenamtliche verfügen zwar über Fachwissen in den unterschiedlichsten Bereichen, sind aber nicht unbedingt vertraut mit dem Verfahren der Personalauswahl.

Die Konferenz der Genderreferate und Gleichstellungsstellen der Gliedkirchen der EKD hat eine Arbeitshilfe herausgegeben, die beschreibt, wie professionelle Bewerbungsverfahren geplant und durchgeführt werden können. Sie gibt Tipps und Informationen für Kirchenvorstände, Kirchengemeinderäte und für alle, mit der Personalauswahl befassten kirchlichen Gremien.

Ende September/ Anfang Oktober 2018 erhalten die Dekanate die Broschüre mit der Bitte zur Weiterleitung an die Kirchengemeinden.

Hier die Broschüre: Die_richtige_Person_am_richtigen_Platz

Im folgenden finden Sie Tabellen aus dem Leitfaden zur Personalauswahl „Die richtige Person am richtigen Platz“ zu Ihrer Verwendung. Diese Tabellen können Sie als word-Datei bei uns anfordern, dann können Sie sie an Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen. Im Einzelnen handelt es sich um:

  1. die Tabelle Profilbogen 3 (deren Entwicklung siehe Leitfaden S. 12 ff). Sie können diese Tabelle von Beginn an verwenden. Sie dient zunächst dazu, das Anforderungsprofil für die Stelle zu formulieren, die gewünschten Kompetenzen, die dazugehörigen Indikatoren sowie die Nummern der Fragen zur Feststellung der Indikatoren aufzuführen. Später wird diese Tabelle dazu verwendet, für jede Bewerberin oder jeden Bewerber die im Verfahren festgestellten Ausprägungsgrade der geforderten Kompetenzen anschaulich darzustellen. Das erleichtert den Abgleich von gefordertem Soll- und festgestelltem Ist-Profil der Bewerberin, des Bewerbers. Benötigt wird im Verfahren 1 Profilbogen pro Bewerber*in.
  2. den Fragenkatalog (siehe Leitfaden S. 21 ff). Jedes Kommissionmitglied erhält pro Bewerber oder pro Bewerberin einen Fragebogen und wertet auf diesem aus. Die Fragen müssen geeignet sein, den gewünschten Indikator (Antworten, Verhalten, Arbeitsergebnisse) hervorzurufen. Unerlässlich ist die Benennung der Lösungsorientierung, ohne deren Angabe eine Bewertung letztendlich nicht möglich ist. Benötigt wird im Verfahren für jedes Kommissionsmitglied 1 Fragebogen pro Bewerber*in.
  3. die Bewertungsskala (siehe Leitfaden S. 40). Hier finden Sie die vorgeschlagenen Richtwerte zur Beurteilung der Antworten, des Verhaltens oder der Arbeitsergebnisse. Benötigt wird im Verfahren Bewertungsskala pro Kommissionsmitglied.
  4. die Tabelle „Vergleichende Bewertung“ (siehe Leitfaden S. 41). Hier werden die Bewertungspunkte jedes Kommissionsmitgliedes zu jeder einzelnen Frage notiert, ggf. diskutiert und anschließend der Mittelwert errechnet. Dieser wird in den Profilbogen 3 für die Bewerberin oder den Bewerber an entsprechender Stelle eingetragen. Benötigt wird im Verfahren 1 Tabelle pro Bewerber*in.
  5. a) die „Übersichtstabelle Gesamtpunktzahl“ (siehe Leitfaden S. 43). In diese Tabelle werden die in den einzelnen Kompetenzbereichen erzielten Punkte für die einzelnen Bewerber*innen zusammengefasst. Das ermöglicht Ihnen einen kompakten Überblick über das gesamte Bewerber*innenfeld.
  • b) die Übersichtstabelle mit Priorität (siehe Leitfaden S. 44 und 61). Diese Tabelle entspricht grundsätzlich der „Übersichtstabelle Gesamtpunktzahl“. Hier wird zusätzlich festgelegt, welche Kompetenzen einen erhöhten Stellenwert gegenüber den anderen einnehmen. Durch Multiplikation mit entsprechenden Faktoren gehen sie unterschiedlich stark in die Gesamtauswertung ein. Benötigt wird im Verfahren 1 Tabelle a) oder b).

Was auf den ersten Blick kompliziert aussieht, lässt sich anhand der im Anhang des Leitfadens (ab S. 51) aufgeführten Beispiele gut nachvollziehen. Wiederholung wird das Auswertungsverfahren zur Routine werden lassen. Ein objektives, transparentes und faires Verfahren erhöht deutlich die Wahrscheinlichkeit auf die richtige Person am richtigen Platz, und das ist eine wichtige Voraussetzung für die Qualität kirchlicher Arbeit.

 

CSD Motto – Du bestimmst nicht mein Geschlecht!

Vor dem Verwaltungsgebäude am Paulusplatz wurde die Regenbogenfahne anlässlich des „Christopher-Street-Day“ (CSD) 2018 zum vierten Mal auf Initiative des Stabsbereichs Chancengleichheit gehisst. Sie ist das Zeichen der Solidarität mit Menschen ganz unterschiedlicher sexueller Orientierung und Identität.

Mehr als 1500 Menschen folgten dem diesjährigen Aufruf von Vielbunt und Anderen und beteiligten sich an der CSD Demonstration. Erstmals war die Evangelische Jugendvertretung im Dekanat Darmstadt-Stadt mit einem eigenen Wagen bei der CSD-Parade durch die Stadt dabei.

Bei der Zwischenkundgebung vor der Krone sprachen z.B. Vertreter*innen von Queer Refuges, die u.a. auch auf die Situation in ihren Heimatländern aufmerksam machten. Ein weiteres Thema war, dass die erkämpften Rechte gegen rechts-populistische Kräfte verteidigt werden müssen.

Im Anschluss an den Umzug wurde ein buntes Fest mit zweidutzend Ständen am Riegerplatz gefeiert. Mitarbeitende der hessen-nassauischen Kirche unterstützten dabei den Stand der Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche (HuK).

„Bei der HuK wurden auch Vorschläge für ein künftiges Mahnmal in Darmstadt gesammelt, das an Menschen erinnern soll, die wegen ihrer sexuellen Orientierung kriminalisiert wurden. Erst 1994 wurde der Paragraf 175 des Strafgesetzbuches gestrichen, der unter anderem sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe stellte. Insgesamt gab es während der Geltungsdauer des Gesetzes rund 140.000 Verurteilungen, darunter auch mindestens 50.000 im Nachkriegsdeutschland. Die hessen-nassauische Kirche setzt sich seit Langem für die Gleichstellung homosexueller Menschen ein. Sie wendet sich gegen jede Form der Diskriminierung aufgrund von geschlechtlicher oder sexueller Identität und Orientierung. Zuletzt hatte die EKHN sich in einer umfangreichen Publikation mit Fragen zur Transsexualität auseinandergesetzt. Um für das Thema sensibel zu machen und für die Belange transsexueller Menschen in und außerhalb der Kirche einzutreten, veröffentlichte die hessen-nassauische Kirche im April 2018 eine Handreichung zur Transsexualität. Die Broschüre mit dem Titel „Zum Bilde Gottes geschaffen. Transsexualität in der Kirche“ will aus bewusst christlicher Perspektive heraus einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen in ihrer Vielfalt wahrgenommen und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht und sexueller Orientierung beendet werden.“ (Auszug aus Pressemitteilung vom 16.08.2018 von Volker Rahn)