Kategorie-Archiv: Aktuelles

Volksabstimmung über die vom hessischen Landtag am 24. Mai 2018 beschlossenen 15 Gesetze zur Änderung der Verfassung des Landes Hessen

Unter anderem soll die Gleichberechtigung von Mann und Frau explizit in die Verfassung aufgenommen werden. Ziel der Änderung soll sein, die Durchsetzung der Gleichberechtigung zu fördern und bestehende Nachteile abzubauen. Dabei soll nicht nur der Abbau rechtlicher Ungleichheit stattfinden, sondern auch der Abbau gesellschaftlicher Diskriminierung insgesamt wird als Ziel dieser Verfassungsänderung genannt.

Im Artikel 1 Absatz 1 der hessischen Verfassung heißt es:

Alle Menschen sind vor dem Gesetze gleich, ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse, der religiösen und der politischen Überzeugung.

Unter Absatz 2 soll nun ergänzt werden:

Frauen und Männer sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Weitere Punkte der Verfassungsänderung sind u.a.:

Bei der Volksabstimmung haben Sie die Möglichkeit über alle 15 Änderungen im Gesamten abzustimmen oder jeder Änderung einzeln zuzustimmen. Informieren Sie sich über die einzelnen Änderungen vorab (sie können z.B. die oben genannten Punkte anklicken).

Hier der Musterbogen: Stimmzettel Volksabstimmung Hessen 2018 web 1

Nähere Informationen erhalten Sie unter: https://Wahlen.hessen.de

Wenn Sie nicht „en bloc“ abstimmen:

Ist, aus Sicht der Chancengleichheit, die Zustimmung zur Ergänzung des § 1 zur Stärkung und Förderung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen wichtig!

 

 

 

Kirchenverwaltung der EKHN ist familienfreundlich!

Der Leiter der Kirchenverwaltung der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Heinz-Thomas Striegler, hat am 27. Juni 2018 in Berlin das Zertifikat „audit berufundfamilie“ , überreicht durch die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, entgegengenommen.

Dieses Zertifikat attestiert der Kirchenverwaltung der EKHN, dass sie sich mit Vereinbarkeitsbelangen für „Beruf, Familie und Privatleben“ ihrer Beschäftigten auseinandersetzt und anbietet.

Das Managementinstrument sorgt dafür, dass eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik nachhaltig gesteuert und umgesetzt wird. Angebote wie z. B. flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, Maßnahmen welche die „Vereinbarkeit von Beruf, Kinder, Pflege und Privatleben“ ermöglichen, sind Bestandteile der Vereinbarungen.

Die Kirchenverwaltung der EKHN zählt zu den Betrieben, die das Verfahren zum audit bereits zum zweiten Mal durchlaufen haben.

Das audit berufundfamilie und das audit familienbewusste hochschule

Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Organisationskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses erteilt ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium das Zertifikat zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach drei Jahren können im Rahmen einer Re-Auditierung weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Nur bei erfolgreicher Re-Auditierung darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit der Einführung des audit im Jahr 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat ausgezeichnet. Aktuell sind insgesamt 971 Arbeitgeber nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert, darunter 475 Unternehmen, 387 Institutionen und 109 Hochschulen. Davon können über 1,89 Millionen Beschäftigte und mehr als 1,4 Millionen Studierende profitieren.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Kompetenzträger im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey. www.berufundfamilie.de

Lesen Sie hierzu den Presseartikel 2018-06_Internet ekhn.de_Artikel zur Zertifizierung

Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche

In Deutschland leben aktuellen Schätzungen zufolge mehr als 1000.000 transsexuelle Menschen. Wie geht Kirche damit um? Christen und Christinnen haben den Auftrag, besonders für diejenigen da zu sein, die an den Rand gedrängt werden. Aber gibt es in Kirche und Gemeinde wirklich Zuwendung und Akzeptanz transsexuellen Menschen gegenüber?

Die Fachgruppe Gendergerechtigkeit der EKHN hat eine Broschüre zum Thema Transsexualität in der Kirche herausgegeben.

Die Broschüre enthält viele persönliche Erfahrungsberichte. Die Erfahrungen werden in den Zusammenhang von Informationen über wissenschaftliche Erkenntnisse gestellt. Theologische, rechtliche und praktische Fragen werden erörtert.

Die Handreichung soll informieren und viele gute Diskussionen zum Thema Transsexualität in Kirche und Gesellschaft anregen.

Kirchenpräsident Volker Jung hat das Vorwort geschrieben, es endet mit dem Satz:

„Möge diese Handreichung vor allem dazu beitragen, dass transsexuelle Menschen sagen können: Ich bin gern in meiner Kirche.“

Hier die Handreichung (2. Auflage):

https://unsere.ekhn.de/fileadmin/content/ekhn.de/download/publikationen_broschueren/Transsexualitaet_Handreichung_EKHN_2018_web.pdf

Die Handreichung kann bei uns bestellt werden.

Pfarrerinnentag unterstützt die Initiative zur Abschaffung des §219a

In seiner Mitgliederversammlung am 21.3.2018 hat sich der Pfarrerinnentag der EKHN der Stellungnahme der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau zum Paragraphen 219a angeschlossen.

Siehe: http://www.evangelischefrauen.de/tl_files/userFiles/Presse/EFHN_Stellungnahme_%C2%A7219a.pdf

Die Pfarrerinnen unterstützen die Forderung nach der Streichung des Paragraphen und fordern selbstbestimmten und ungestörten Zugang zu den Beratungsstellen. (Pressemitteilung)

Der Stabsbereich Chancengleichheit der EKHN schließt sich der Forderung der Abschaffung des §219a an.