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Kirchenverwaltung der EKHN ist familienfreundlich!

Der Leiter der Kirchenverwaltung der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Heinz-Thomas Striegler, hat am 27. Juni 2018 in Berlin das Zertifikat „audit berufundfamilie“ , überreicht durch die Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey, entgegengenommen.

Dieses Zertifikat attestiert der Kirchenverwaltung der EKHN, dass sie sich mit Vereinbarkeitsbelangen für „Beruf, Familie und Privatleben“ ihrer Beschäftigten auseinandersetzt und anbietet.

Das Managementinstrument sorgt dafür, dass eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik nachhaltig gesteuert und umgesetzt wird. Angebote wie z. B. flexible Arbeitszeiten, mobiles Arbeiten, Maßnahmen welche die „Vereinbarkeit von Beruf, Kinder, Pflege und Privatleben“ ermöglichen, sind Bestandteile der Vereinbarungen.

Die Kirchenverwaltung der EKHN zählt zu den Betrieben, die das Verfahren zum audit bereits zum zweiten Mal durchlaufen haben.

Das audit berufundfamilie und das audit familienbewusste hochschule

Einsetzbar in allen Branchen und unterschiedlichen Betriebsgrößen, erfasst das audit den Status quo der bereits angebotenen familien- und lebensphasenbewussten Maßnahmen, entwickelt systematisch das betriebsindividuelle Potenzial und sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass Familienbewusstsein in der Organisationskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses erteilt ein unabhängiges, prominent mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verbänden besetztes Kuratorium das Zertifikat zum audit. Die praktische Umsetzung wird von der berufundfamilie Service GmbH jährlich überprüft. Nach drei Jahren können im Rahmen einer Re-Auditierung weiterführende personalpolitische Ziele vereinbart werden. Nur bei erfolgreicher Re-Auditierung darf der Arbeitgeber das Zertifikat weiterführen. Seit der Einführung des audit im Jahr 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat ausgezeichnet. Aktuell sind insgesamt 971 Arbeitgeber nach dem audit berufundfamilie bzw. audit familiengerechte hochschule zertifiziert, darunter 475 Unternehmen, 387 Institutionen und 109 Hochschulen. Davon können über 1,89 Millionen Beschäftigte und mehr als 1,4 Millionen Studierende profitieren.

Die berufundfamilie Service GmbH ist Dienstleister und der Kompetenzträger im Themengebiet Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben. Sie begleitet erfolgreich Unternehmen, Institutionen und Hochschulen bei der Umsetzung einer nachhaltigen familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik und der Gestaltung familiengerechter Forschungs- und Studienbedingungen. Ihr zentrales Angebot ist das audit berufundfamilie/ audit familiengerechte hochschule, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung initiiert wurde. Das audit steht unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey. www.berufundfamilie.de

Lesen Sie hierzu den Presseartikel 2018-06_Internet ekhn.de_Artikel zur Zertifizierung

Zum Bilde Gottes geschaffen – Transsexualität in der Kirche

In Deutschland leben aktuellen Schätzungen zufolge mehr als 1000.000 transsexuelle Menschen. Wie geht Kirche damit um? Christen und Christinnen haben den Auftrag, besonders für diejenigen da zu sein, die an den Rand gedrängt werden. Aber gibt es in Kirche und Gemeinde wirklich Zuwendung und Akzeptanz transsexuellen Menschen gegenüber?

Die Fachgruppe Gendergerechtigkeit der EKHN hat eine Broschüre zum Thema Transsexualität in der Kirche herausgegeben.

Die Broschüre enthält viele persönliche Erfahrungsberichte. Die Erfahrungen werden in den Zusammenhang von Informationen über wissenschaftliche Erkenntnisse gestellt. Theologische, rechtliche und praktische Fragen werden erörtert.

Die Handreichung soll informieren und viele gute Diskussionen zum Thema Transsexualität in Kirche und Gesellschaft anregen.

Kirchenpräsident Volker Jung hat das Vorwort geschrieben, es endet mit dem Satz:

„Möge diese Handreichung vor allem dazu beitragen, dass transsexuelle Menschen sagen können: Ich bin gern in meiner Kirche.“

Hier die Handreichung: Transsexualitaet_Handreichung_EKHN_2018_web

Die Handreichung kann bei uns bestellt werden.

epd-Dokumentation: Gender Gaga?! Kritische Analyse der Anti-Gender-Bewegung und Gegenstrategien für die Kirche

epd-Dokumentation Cover Bild

 

Der Begriff „Gender“ polarisiert. Es gibt wohl kaum einen anderen sozialwissenschaftlichen Fachterminus, der wie dieser zugleich eine Karriere als Reizwort erster Güte aufweist. Auch die evangelische Kirche ist mit der Auseinandersetzung um „Gender“ konfrontiert. So mehren sich bei den Gender- und Gleichstellungsreferaten in Landeskirchen und EKD die Anfragen, was es mit Schlagworten und Polemiken wie „Genderwahn“, „Gender-Gaga“ und „Genderismus“ auf sich habe, mit denen auch kirchliche Repräsentant*innen und Funktionsträger*innen zunehmend konfrontiert werden. Aus diesem Anlass gab es eine EKD-weite Fachtagung, die sich mit der Anti-Gender-Bewegung und den Strategien für den Umgang mit ihr widmete. Daraus entstand eine epd Dokumentation. Das Heft widmet sich der Entstehungsgeschichte, den Hintergründen und den aktuellen Konturen der Front gegen Gender. Im Zentrum steht der bei der Fachtagung in Hamburg gehaltene Vortrag der Theologin Ruth Heß, der für die Schriftfassung noch durch zahlreiche Quellenbelege ergänzt wurde. Diese detaillierte und kenntnisreiche Analyse bietet eine gute Grundlage für die notwendige weitere Befassung mit dem Phänomen.

Hier können Sie den epd-Beitrag lesen:

17-42 Fachtag Gender-Gaga

Pfarrerinnentag unterstützt die Initiative zur Abschaffung des §219a

In seiner Mitgliederversammlung am 21.3.2018 hat sich der Pfarrerinnentag der EKHN der Stellungnahme der Evangelischen Frauen in Hessen und Nassau zum Paragraphen 219a angeschlossen.

Siehe: http://www.evangelischefrauen.de/tl_files/userFiles/Presse/EFHN_Stellungnahme_%C2%A7219a.pdf

Die Pfarrerinnen unterstützen die Forderung nach der Streichung des Paragraphen und fordern selbstbestimmten und ungestörten Zugang zu den Beratungsstellen. (Pressemitteilung)

Der Stabsbereich Chancengleichheit der EKHN schließt sich der Forderung der Abschaffung des §219a an.