Archiv für den Monat: Mai 2017

Info: Ökumenische Arbeitsgruppe Homosexuelle und Kirche e.V. (HuK)

Die Arbeitsgruppe HuK will die volle Teilhabe von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Queeren (LGBTQs) am kirchlichen und gesellschaftlichen Leben. Als Zeuginnen und Zeugen der befreienden Botschaft von Bibel und persönlicher Gotteserfahrung abeitet die HuK:

  • am Abbau von Vorurteilen gegenüber und Diskriminierung von LGBTQs innerhalb der Kirche,
  • für die Vollständige berufliche Gleichstellung mit heterosexuellen Biomännern und -Frauen,
  • gegen die Diskriminierung von HIV-Positiven und an AIDS Erkrankten,
  • an der Schaffung von Räumen, um als LGBTQs Spritualität zu teilen, und
  • an der Erkennbarkeit von uns als Christinnen und Christen innerhalb der LGBTQ-Gemeinschaft.

Auf der Homepage der HuK finden Sie nähere Informationen: www.huk.org

Infos und Termine der Regionalgruppe Darmstadt finden Sie unter: www.huk.org/cms/front_content.php?idcat=131

 

 

Reformatorinnen? Und ob!

Das ist der Titel einer Ausstellung. Vier historische Frauen aus unserer Region werden vorgestellt.

Der Beitrag dieser Frauen zur großen Bewegung des 16. Jahrhunderts, aus der die Protestantischen Kirchen hervorgingen, war sehr vielfältig.

Reformatorinnen waren Schriftstellerinnen, Liedermacherinnen, Pfarrerinnen, Predigerinnen und Herrscherinnen. Auch durch diese Vielfalt erklärt sich die schnelle Ausbreitung und der große Erfolg der neuen Gedanken in großen Teilen Europas.

Vier Frauen werden in der Ausstellung vorgestellt:

  • Elisabeth von Hessen (von Rochlitz), die als Geheimagentin für den Schmalkaldischen Bund agierte.
  • Barbara von Wertheim, die entschlossen und selbständig die Reformation in der Grafschaft Wertheim eingeführt.
  • Katharina von Bora, die theologische Gesprächspartnerin Ihres Ehemanns Martin Luther war und es zudem als Unternehmerin ermöglichte, dass er zu hunderten von Gästen und Schülern sprechen konnte.
  • Katharina schütz-Zell, die theologische Schriften verfasste und selber predigte.

Es war ein langer Weg von ihnen bis in unsere heutige Zeit, in der Pfarrerinnen und Bischöfinnen selbstverständlich sind. An sein Ziel gekommen ist dieser Weg allerdings noch nicht.

Kombiniert werden kann die Ausstellung mit der G-Code Ausstellung „G-Code – 5 × 3 Minuten Reformation zum Hören“.

Hierzu die Pressemitteilung:

„Martin Luther hat Kopfhörer au seinen Ohren, Katharina von Bora hält einen QR-Code in der Hand. Wenn Sie den Code mit ihrem Smartphone scannen, hören Sie kurze Beiträge mit reformatorischen Impulsen zum Thema Gleichstellung. Ein Hörbeitrag z.B. trägt den Titel: „Freiheit eines Christenmenschen“. Das ist eine Hörstation, bei der es um das Thema Reformation und Demokratie geht. Andere Stationen heißen „ das Weib schweige in der Gemeinde?“ – zum Thema Frauen im Pfarramt oder „ Herrlich ist dämlich“ – zur Gleichstellung in der Sprache. In fünf Audios diskutieren Katharina von Bora und Martin Luther – als fiktive Personen – über verschiedene Themen und manchmal meldet sich auch Gott zu Wort. Die Audios sind pointiert und humorvoll. Außerdem kommen prominente Persönlichkeiten wie u.a. der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Präses der EKvW Annette Kurschus zu Wort. Der Begriff „G-Code“ steht für Gender-Code, also für den geschlechtersensiblen Blick.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Konferenz der Frauenreferat und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD.“

Die Ausstellung ist vom 10.05. – 30.06. im Dekanat Darmstadt-Stadt vom 03.07. -31.08. in der Kirchenverwaltung der EKHN und vom 27.11. -10.12. in der Stadtkirche zusehen.

Wer die kompletten Ausstellung oder die G-Code Ausstellung „G-Code“ ausleihen möchte, um den reformatorischen Hörweg in seiner/ihrer Gemeinde oder Einrichtung zu präsentieren, kann sich an den Stabsbereich Chancengleichheit wenden. Die Ausstellung kann vom 1. September bis zum 26. November und ab dem 10. Dezember ausgeliehen werden.

Möchten Sie vorab mal rein hören? Das können Sie unter www.g-code.de