Archiv für den Monat: Mai 2016

Kirchenpräsident besucht die Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten der EKD

Die Gleichstellungsbeauftragten der EKD hatten zu Ihrer Frühjahrskonferenz in Frankfurt den Kirchenpräsidenten der EKHN Dr. Volker Jung eingeladen. Ein Impulsreferat zu den Themen Lebensformen und Geflüchtete war vorgesehen. Sehr schnell ergab sich aber ein intensiver Dialog mit den Teilnehmenden. Dabei machte der Kirchenpräsident noch einmal deutlich, dass es inzwischen eine Vielzahl unterschiedlicher Formen des familiären Zusammenlebens gibt und diese Erkenntnisse auch in die Orientierungshilfe zur Familie der EKD eingeflossen sind. Die Ehe mit tradierten Geschlechterrollen als „göttliche Ordnung“ zu begründen, berücksichtigt nicht dass diese biblische Vorstellung zeitbedingt ist und deshalb nicht normativ sein kann. Biblisch begründen lässt sich aber, dass es in Ehe und Familie darum geht, dass Menschen füreinander da sind und dauerhaft füreinander Verantwortung übernehmen. Auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften basieren auf diesem Prinzip, die EKHN segnet deshalb gleichgeschlechtliche Partnerschaften.

P1120874Die EKHN hat sich am Kongress „Trans*identität“ aktiv beteiligt. Der Kirchenpräsident setzt sich ausdrücklich dafür ein, dass jeder Mensch, so wie er ist, angenommen wird und es keine Diskriminierung trans*identärer Menschen geben soll.

Sorgen bereitet dem KP und den Konferenzteilnehmern, dass durch das Erstarken der neuen Rechten, tradierte und überholte Geschlechterrollen und eine Kriminalisierung und Ausgrenzung von Homosexuellen propagiert werden. Evangelikale Gruppen finden sich mit Ihrer Meinung zu Ehe, Familie und Homosexualität jetzt in diesem Spektrum wieder.

Ausdruck findet das neue gesellschaftliche Klima in öffentlichen Angriffen z.B. in Reden und im Internet in Form von Hassmails gegenüber Andersdenkender. Der Kirchenpräsident plädiert ausdrücklich für die Fortsetzung des Dialogs. Wichtig ist es ebenfalls öffentlich Position zu beziehen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs berichtete der Kirchenpräsident noch kurz von seinen Besuch im griechischen Idomeni und der verzweifelten und hoffnungslosen Situation der Menschen dort. Als besonders bedrückend empfand er, dass z.B. Kinder dort alleine leben, die Angehörigen entweder in anderen Lagern oder noch in der Heimat sind und keinerlei Hoffnung auf Familienzusammenführung oder –nachzug besteht. Kirche hat sich, gerade auch wegen des Passus zum Familiennachzug, kritisch zum Asylpaket II geäußert.

Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben

der Stabsbereich Chancengleichheit hat für die Beschäftigten der Kirchenverwaltung eine Broschüre mit dem Titel „Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben“ erstellt. Darin enthalten sind im ersten Teil rechtliche Regelungen die für alle Beschäftigten der EKHN gelten. Der zweite Teil stellt Vereinbarungen dar, die innerhalb der Kirchenverwaltung gelten.

Hier die Broschüre: Broschüre Work-life-balance.Druckvorlage

Wir haben eine Notfallmappe für Sie zusammengestellt, die alle wichtigen Infos in Bezug auf Pflege von Angehörigen u.s.w. enthält.

„Ich bin vorbereitet“ Notfallmappe

Wir beraten Sie gern, wenn auch Sie Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben planen.

Patientenverfügung – Betreuungsverfügung – Vorsorgevollmacht

Patientenverfügung

Mit der gesetzlich geregelten Patientenverfügung können Sie für den Fall der späteren Entscheidungsunfähigkeit vorab schriftlich festlegen, ob Sie in bestimmte medizinische Maßnahmen einwilligen oder sie untersagen. Die Patientenverfügung ist für den Arzt und die Ärztin bzw. das Krankenhaus bindend. Es empfiehlt sich, evtl. einen Arzt/eine Ärztin des Vertrauens bei der Verfassung der Verfügung hinzuzuziehen. Eine Patientenverfügung kann jederzeit widerrufen oder geändert werden. Sie sollte 3 Kategorien berücksichtigen: Untersuchungen, Heilbehandlungen, ärztliche Eingriffe. Für die Patientenverfügung gibt es Vordrucke, die verwendet werden können z.B. von der „Ärztekammer Hamburg“ u.s.w. Auf der Homepage der Bundeszentrale für Patientenverfügung finden Sie weitere Erläuterungen und Formulare: http://www.patientenverfuegung.de . Die Verfügung braucht nicht handschriftlich vorzuliegen, es muss allerdings eine Originalunterschrift unter dem Schreiben stehen. Eine notarielle Beglaubigung ist nicht not wendig. Die Patientenverfügung sollte evtl. an verschiedenen Orten und an verschiedene Personen zur Aufbewahrung gegeben werden. Außerdem empfiehlt es sich, ein Exemplar bei sich zu tragen. Die Patientenverfügung sollte nach dem 1.9.2009 ausgestellt sein, da seit diesem Zeitpunkt der §1901 und 1901.a in Kraft getreten ist.

Betreuungsverfügung

Mit der Betreuungsverfügung können Sie schon im Voraus festlegen, wen das Gericht als rechtlichen Betreuer oder rechtliche Betreuerin bestellen soll. Das Gericht ist an diese Wahl gebunden, wenn sie dem Wohl der zu betreuenden Person nicht zuwiderläuft. Möglich sind auch inhaltliche Vorgaben für den Betreuer bzw. die Betreuerin, etwa welche Wünsche und Gewohnheiten respektiert werden sollen oder ob im Pflegefall eine Betreuung zu Hause oder im Pflegeheim gewünscht wird. Die Betreuungsverfügung kann auch mit einer Vorsorgevollmacht verbunden werden. Umfassende Informationen zu allen drei Verfügungs- und Vollmachtarten finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz. Dort können Sie sich entsprechende Broschüren herunterladen. http://www.Themen/VorsorgeUndPatientenrechte/Betreuungsrecht_node.html

Vorsorgevollmacht

Mit der Vorsorgevollmacht können Sie einer anderen Person das Recht einräumen, in ihrem Namen stellvertretend zu handeln. Die Vorsorgevollmacht kann sich auf die Wahrnehmung einzelner oder aber aller Angelegenheiten beziehen. Sie können vereinbaren, dass von der Vorsorgevollmacht erst Gebrauch gemacht werden darf, wenn Sie selbst nicht mehr in der Lage sind, über ihre Angelegenheiten zu entscheiden.

Generalvollmacht

Die Generalvollmacht ist eine umfassende Vollmacht für alle Stellvertretungen im rechtlichen Rahmen. Wenn Sie dieses Dokument besitzen, können Sie den/die Vollmachtgeber_in in allen seinen/ihren rechtlichen Geschäften vertreten. Der/die Vollmachtgeber_in muss bei der Erteilung vollumfänglich geschäftsfähig sein. Die Vollmacht gilt mit dem Abschluss der Vereinbarung.

Eine Broschüre des Landes Hessen mit Formblättern und Erklärungen können Sie bestellen unter : http://betreuungsrecht.hessen.de/